Nordsee 2012

Die Sommerfahrt des HKOs vom 13.-20.07.2012 nach Föhr und Hallig Hooge

Nach einigen Jahren Pause machte im letzten Sommer das HKO wieder eine Konzertreise, dieses Mal nach Hallig Hooge und Föhr. Das war besonders aufregend, denn HKO in dieser Besetzung fuhr zum ersten Mal gemeinsam weg. 

Die Reise startete am Freitag, den 13.07.2012 um 9:30 Uhr am Bahnhof in Lübeck, wo sich zunächst alle HKOten versammelten, die in Lübeck selbst und Umgebung wohnten. Wir stiegen in den nächsten Zug nach Kiel, an dessen Bahnhof wir auf den Rest der Gruppe stießen, die aus Glinde, Bad Oldesloe oder Neumünster angereist waren. 

Nun waren wir komplett und konnten die lange Reise auf die Hallig Hooge in Angriff nehmen. Ungefähr 17:30 Uhr war dann der Weg geschafft und wir waren in der Jugendherberge angekommen. Nach einer kurzen Einweisung ging es dann auch schon ans Zimmer beziehen, es gab zwei Zimmer für die Mädchen und nur eins für die neun Jungs - eine heikle Angelegenheit. 

Nach dem Abendbrot begannen wir dann mit dem Proben, am Samstag wurde ebenfalls den ganzen Tag geübt und gefiedelt, denn am Sonntag hatten wir bereits das erste Konzert beim Gottesdienst der örtlichen Kirche. Es schien, als sei die gesamte Bevölkerung der Insel anwesend. 

Am Nachmittag des Sonntags machten wir eine kleine Wattwanderung in der Nordsee. Alle hatten viel Spaß, die Füße in den Sand einzugraben und den Boden nach Muscheln und Krebsen abzusuchen. Allerdings war der Wind sehr kalt und in den kurzen fror man sehr schnell. Als wir wieder sicher auf festem Boden standen, beeilte sich jeder, schnell wieder zur warmen Jugendherberge auf der Backenswarft zu kommen. Ein paar Jungs veranstalteten sogar ein Wettrennen, wer als erstes bei der Dusche ankäme.

Am Montagmorgen mussten wir sehr früh aufstehen, denn unsere Fähre zum Festland fuhr schon um 8 Uhr. Von dort aus ging es mit dem Bus zum Fährenhafen Dagebüll. Doch als wir dort ankamen, hatten wir noch mehr als 45 Minuten Zeit, bis die Fähre abfahren würde, also setzten wir uns mit unseren Lunchpaketen vor das Hafenrestaurant. Denn es war verboten, sein eigenes Essen mitzubringen und drinnen zu essen. Als die Fähre endlich da war, ging es eigentlich relativ schnell, bis wir auf der Insel und dann im Hotel ankamen. Wieder ging es an die Zimmeraufteilung und -einrichtung und wieder begannen bereits am Nachmittag die Proben.

Die nächsten Tage waren voll von vielen Proben, lustigen Abenden mit Spielen wie Werwolf, an dem sich alle gerne beteiligten, und ein paar Spaziergängen durch die Straßen des Dorfes, in dem wir wohnten. Baden gehen war leider sehr schwierig zu realisieren, da immer genau dann, als wir genug Zeit zum Baden hatten, Ebbe oder Tiefwasser herrschte.

Am Mittwoch war das nächste Konzert in einem örtlichen Altersheim - die Leute dort freuten sich sehr über unsere Musik; wieder eine Bestätigung, dass es sich wirklich lohnt, ein Musikinstrument zu lernen. Es macht wirklich Spaß, wenn Menschen sich so darüber freuen können.

Ein weiteres Konzert fand am Donnerstag Abend in einem Restaurant nahe Wyk statt. Die Besucher bekamen Begleitmusik zu ihrem Abendessen und wir jeder eine Portion Pommes – ein erfolgreicher Abend.

Am Freitag mussten wir dann leider schon wieder unsere Sachen packen, am Nachmittag brachte uns der Bus zur Fähre und diese wieder aufs Festland. In Niebüll stiegen wir dann in einen Zug nach Husum. Dieser Zug war gerappelt voll, da anscheinend auch eine Klasse gerade von ihrer Klassenfahrt nach Hause zurückkehrte. Einige von uns bekamen nicht einmal mehr einen Sitzplatz. Als wir uns dann in Husum aus dem Zug gezwängt und Hajo und Sabine sich vergewissert hatten, dass auch alle HKOten noch da waren, machten wir uns auf zum Bahnsteig und warteten auf unseren Anschlusszug nach Kiel. Nach einiger Zeit kam auch dieser und wir waren froh, dass in ihm noch viel Platz war und alle sich und ihr Gepäck verstauen konnten. Die Fahrt nach Kiel kam uns sehr kurz vor, denn dort mussten wir uns von vielen wieder verabschieden, die ihre Züge nach Bad Oldesloe, Glinde und Neumünster nehmen mussten. Der Weg nach Lübeck war dann das kleinste Problem, denn alles verlief reibungslos und wir kamen heil und sicher wieder Zuhause an.

Auf dieser Reise ist die Gemeinschaft des HKOs noch enger zusammengewachsen und wir sind eine tolle Gemeinschaft geworden. Deswegen freuen wir uns umso mehr auf die diesjährige Reise nach Griechenland, auf die uns auch das Orchester von Hajos Schule, dem Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium begleiten wird.